Tarifvertrag hotel und gaststättengewerbe nrw allgemeinverbindlichkeit

Nach verschiedenen Berichten der Gewerkschaft Nahrung – Genuß – Gaststaetten, NGG sowie des Arbeitgeberverbandes Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) waren der HORECA-Sektor und insbesondere die Hotellerie von der Finanz- und Wirtschaftskrise schwer betroffen. Unternehmen reduzierten oder sagten Seminare, Konferenzen und Geschäftsreisen ab. Laut dem Winterbericht 2009/2010 der DEHOGA, der auf einer Umfrage unter Eigentümern und Managern von 2.000 Hotels und 2.000 Restaurants basiert, meldete mehr als die Hälfte der Befragten 2009 einen Rückgang des Geschäftsvolumens. Entgegen dem Gesamttrend konnten Fast-Food-Ketten ihr Geschäftsvolumen 2009 gegenüber 2008 steigern, da die Kunden auf billigere Restaurants umstiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verlor das Hotelgeschäft 2009 im Vergleich zum Vorjahr 8,1 Prozent an Geschäftsvolumen, Während Restaurants und Cafés 4,9 Prozent einbüßten. Die Gastronomie und Kantinenindustrie wurde 2009 durch die hohe Kurzarbeit im verarbeitenden Gewerbe negativ beeinflusst, was dazu führte, dass auch einige Kantinen in Kurzarbeit eintraten. In seinem Sommerbericht 2010 berichtete DEHOGA, dass sich das Geschäft im HORECA-Sektor zu erholen begann. Besonders stark war die konjunkturenge Erholung im Hotelsektor. Zwischen der NGG und den regionalen Organisationen der DEHOGA werden Tarifverträge auf sektoraler Ebene geschlossen. In 10 der 18 regionalen Organisationen der DEHOGA ist ein sogenannter OT-Status erlaubt. Der sogenannte OT-Mitgliedschaftsstatus bedeutet, dass Arbeitgeber Mitglieder der Regionalorganisation deHOGA sein können, ohne eine verbindliche Verpflichtung zu den abgeschlossenen Tarifverträgen zu haben (OT ist das Akronym für Ohne Tarifbindung). In der Gastronomie schließen NGG und BdS sektorale Vereinbarungen auf nationaler Ebene ab. Über die Altersstruktur der Beschäftigung in der Industrie liegen keine aktuellen Zahlen vor.

Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Altersstruktur der Beschäftigung stammen aus dem Jahr 2005. Die Daten beziehen sich auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und decken nicht die sogenannten Minijobs ab. Im Jahr 2005 waren etwa 8 % der Arbeitnehmer unter 20 Jahre alt, und insgesamt 39 % der Arbeitnehmer waren unter 30 Jahre alt.

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